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Land (auf) Schwung

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Bewerbungsunterlagen des Landkreises Görlitz für das Bundesmodellvorhaben "Land (auf) Schwung" - 2. Regionales Zukunftskonzept

Der Sozialstrukturatlas

Der Sozialstrukturatlas ist nicht zuletzt ein Hilfsmittel, um die Zielformulierungen des Rahmenplans Integrierte Sozialplanung in messbare Größen zu übersetzen. Gesellschaftspolitische Ziele wie »Chancengleichheit«, »gesteigerte Lebensqualität« oder »Gewährleistung flächendeckender Grundversorgung« können anhand der Indikatoren quantifiziert werden. (publikationen.landkreis.gr) Der Bildungsatlas ist eine Zusammenfassung aller formalen und ausgewählter non-formaler Bildungseinrichtungen auf Städte- und Gemeindeebene und daher als Datenquelle möglicher Projektpartner ein nützliches Dokument für „Land(auf)Schwung“. Der Beratungswegweiser ergänzt diesen mit Informationen über Beratungsangebote (u. a. Beratungsstellen, -schwerpunkte, -anliegen) in den Bereichen Bildung und Soziales. Bürger wollen und müssen sich aktiv in alle Prozesse des Landkreises einbringen. Um dies besser in Politik und Verwaltung umsetzen zu können bzw. dies erst einmal zu ermöglichen, hat sich der Landkreis 2013/2014 intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt. Der Abschlussbericht „Bürgerbeteiligung im Landkreis Görlitz - informieren – diskutieren – mitgestalten“ und die darin enthaltenen Empfehlungen und Maßnahmen sind Richtschnur unseres Handels und wichtiger Baustein bei jeder Projektumsetzung. Bei „Land(auf)Schwung“ sind diese Erkenntnisse besonders im Bereich Kleinprojektefonds Grundlage für die strategische Ansprache der Partner. Offene und transparente Kommunikation ist uns gerade bei strategischen Prozessen wichtig. Dabei sind alle erarbeiteten und publizierten Planungen und Dokumente nur eine digitale oder papierne Grundlage, die wir gemeinsam mit allen Partnern und den Menschen unserer Region aktivieren müssen. Am Anfang solcher Prozesse steht dabei immer die Information, die wir aktiv über unsere Onlineauftritte, aber auch durch vielfältige Veranstaltungen, Präsentationen und in täglichen Gesprächen mit unseren Menschen versuchen zu vermitteln. Messestand Landkreis Görlitz auf dem INSIDERTREFF in Löbau 2014 16

5. Ressourcenplan 6. Prozessorganisation Eine effiziente und effektive Prozessorganisation ist ein Schlüsselelement für eine nachhaltige Projektumsetzung. Hier kann der Landkreis Görlitz nicht nur auf eine vielfältige und langjährige Erfahrung bei Landes-, Bundes- und EU-Projekten verweisen, sondern auch auf ehrliche Prozessanalysen, die einen realistischen Blick auf dieses Thema ermöglichen. Zudem ist es dem Landkreis Görlitz schon mehrfach gelungen, durch die konsequente Nutzung eigener vorhandener Ressourcen dauerhafte Potenziale für eine echte Nachhaltigkeit zu schaffen. Dabei ist die Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH nicht nur wichtiger Partner, sondern durch die in den letzen Jahren geschaffenen Servicestellen Ankerpunkt und Umsetzer vieler dieser Prozesse im Landkreis. Auch im Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ soll an dieser Grundsatzstrategie festgehalten werden. Das Organigramm „Ablauf des Antragsverfahrens“ (Anlage Entwicklungsvertrag) gibt einen ersten strukturellen Überblick. Wichtigster Grundsatz dabei ist, dass es nicht zu neuen, nachhaltig nicht mehr zu managenden und zu finanzierenden Strukturen bzw. Organisationsformen kommt. Zudem müssen sich die Strukturen an den Aufgaben und an der Praxis ausrichten und nicht zum Selbstzweck geschaffen werden bzw. den Prozess dominieren. Der Abwicklungspartner des BMEL und die Bewilligungsbehörde ist das Amt für Kreisentwicklung/Landratsamt Görlitz. Das Amt ist eine der zentralen Stellen für Fördermittel im Landratsamt. Das Sachgebiet Ländliche Entwicklung ist Bewilligungsbehörde im ILE/LEADER-Prozess und hat im Zeitraum 2008-2014 ca. 1.270 Anträge mit einem Fördervolumen von ca. 66 Mio. EUR und einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 134 Mio. EUR bearbeitet. Zudem besitzt der Landkreis eigene regionale Förderprogramme (z. B. Zukunftsprogramm, Lokaler Aktionsplan), praktische Erfahrungen und einsetzbare Ressourcen, um dieser Aufgabe allumfassend, auch unter Beachtung der komplizierten rechtlichen Rahmenbedingungen, nachzukommen. (kreisentwicklung.de) Es ist geplant, die Regionale Entwicklungsagentur als effektivste und effiziente Lösung bei der landkreiseigenen Entwicklungsgesellschaft (ENO) anzusiedeln. Sie verfügt nicht nur über die personellen und finanziellen Ressourcen und ist strategischer und vertrauensvoller Partner; sie besitzt durch die seit 2013 geschaffenen Servicestellen (Energie, Bildung, Tourismus) themen- und fachbezogene Strukturen für die Begeleitung solcher Prozesse wie „Land(auf)Schwung“. Die ENO kann zudem eigenständig als Projektantragsteller für die Aufgabe Entwicklungsagentur unter Nutzung eigener finanzieller Ressourcen (Eigenmittel) fungieren. (wirtschaft-goerlitz.de) Die für eine erfolgreiche Projektumsetzung unbedingt notwendige laufende Überprüfung der Ziele erfolgt gemeinsam durch die Entwicklungsagentur und den Abwicklungspartner. Hier profitiert der Landkreis von den umfangreichen Controllingerfahrungen der ENO und den Zertifizierungserfahrungen des Landkreises, besonders beim EEA-Prozess (Audit). Unterstützend kommt die langjährige Partnerschaft und Begleitung der Hochschule Zittau/Görlitz (hszg.de), besonders der dort ansässigen Forschungsinstitute (z. B. TRAWOS - Transformation, Wohnen, soziale Raumentwicklung), hinzu. Zudem hat der Landkreis Görlitz das renommierte Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung als Ansprechpartner und Ideengeber in der Start- und Qualifizierungsphase gewinnen können. Durch diese Unterstützung und die wissenschaftliche Begleitung seitens des BMEL in der Umsetzungsphase kann der Landkreis dadurch auch die Ergebnisse deutschlandweit nutzbar machen und neue überregionale Projektpartner und -begleiter gewinnen. Diese neue Form der Zusammenarbeit ist nicht nur externes Controlling, sondern generiert somit neue Ansätze. 17

Strategie / Planung