Aufrufe
vor 3 Jahren

Land (auf) Schwung

  • Text
  • Laendlicherraum
  • Landkreis
  • Region
  • Menschen
  • Bildung
  • Schwerpunkte
  • Daseinsvorsorge
Bewerbungsunterlagen des Landkreises Görlitz für das Bundesmodellvorhaben "Land (auf) Schwung" - 2. Regionales Zukunftskonzept

7. Nennung der

7. Nennung der Starterprojekte und Erläuterung der Projektauswahl In der Starterphase konnten sich im Kontext zu den strategischen Zielen vier Starterprojekte für die Umsetzungsphase von „Land(auf)Schwung“ qualifizieren. Schwerpunkt ist die Erarbeitung von Grundlagen. Auch Netzwerkarbeit sowie Veranstaltungsorganisation spielen eine große Rolle. So werden Grundlagen geschaffen, Partner zusammengebracht, rechtliche Rahmenbedingungen geprüft und strukturelle Überschneidungen aufgezeigt. Dabei entstehen nachhaltige Lösungs- und Projektvorschläge. Wir sind bereit! Das Starterprojekt „Mobilitätskonzept für den Landkreis Görlitz“ soll den Bestand und den Bedarf an Mobilitätsangeboten und Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen ÖPNV, Individualverkehr und privaten Mobilitätsdienstleistungen aufzeigen und rechtliche Vorgaben ggf. regionalspezifisch anpassen. Nicht zuletzt sollen langfristige gemeinschaftliche Finanzierungsmodelle geprüft werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Integration eines touristischen Mobilitätsmanagements. Das Starterprojekt „Direktvermarktung im Landkreis Görlitz – Entwicklungspotenziale für mehr regionale Wertschöpfung erschließen“ bezieht sich auch auf die Grundlagenarbeit. In Multiplikatorengesprächen während der Start- und Qualifizierungsphase von „Land(auf)Schwung“ wurde deutlich, dass es einer Weiterentwicklung kreativer Ansätze und Strukturen zur Vermarktung sowie der Wertschöpfung aus der Erzeugung und Veredelung regionaler Produkte bedarf. Mit dem systematischen Erfassen von Akteuren und Vertriebsstrukturen wird ein fundierter Überblick über Vorhandenes geschaffen. Dadurch entsteht gleichzeitig eine Kontaktdatenbank, die dem weiteren Aufbau von Vernetzungsstrukturen dient. So wird bestehendes Wissen als Grundlage für bedarfsorientierte Folgeprojekte genutzt. Das Bewusstsein für regionale Produkte und regionales Handwerk muss stärker in der Bevölkerung – und hier bereits frühzeitig, bei Kindern und Jugendlichen – entwickelt und gestärkt werden. Hierbei sind Imagekampagnen, Informationsveranstaltungen, aber auch konkrete Projekte zwischen Partnern der Direktvermarktung, der Bildung, der Unternehmen und weiterer Bereiche geplant. Das Starterprojekt „Gesundes regionales Frühstück in der Grundschule Rothenburg/O.L.“ soll an Vorhandenes anschließen und bereits in der Projektphase Strukturen für die Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit auf weitere Schulen und ggf. Kindertagseinrichtungen aufzeigen. Auch das vierte Starterprojekt „Bienenerlebniswelt“ rückt das Bewusstsein für regionale Zusammenhänge und Produkte sowie endogene Wertschöpfungsprozesse (Tourismus, Handwerk, Bildung) in den Fokus. Der Verein LEBENs(T)RÄUME e. V. nimmt aktiv an den Quartiersentwicklungsprozessen der Stadt Ebersbach-Neugersdorf teil und setzt sich inhaltlich und praktisch mit der abnehmenden Zahl von Imkern und dem weltweiten Bienensterben auseinander. So rückt die Oberlausitz als traditionelles Imkergebiet wieder in unser aller Bewusstsein. Zusätzlich zu den bereits benannten möglichen Folgeprojekten sind Projektanträge, die den strategischen und operativen Zielen und der Förderrichtlinie „Land(auf)Schwung“ des Landkreises Görlitz entsprechen, förderfähig. Über die Auswahl wird unser Entscheidungsgremium befinden. Dieses ist eng verzahnt mit den Koordinierungskreisen der insgesamt fünf LEADER-Kulissen des Landkreises. Bewilligungsbehörde im Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ ist das Amt für Kreisentwicklung des Landratsamtes Görlitz. Projektanträge und Anfragen können an die Regionale Entwicklungsagentur 18

gerichtet werden. Die Antragsformalitäten (Förderrichtlinie, Formulare, Ablaufschema) werden auf der Homepage des Landkreises zur Verfügung gestellt und umfassend publiziert und kommuniziert. 8. Rückblick – Ausblick Neue Wege gehen, Fehler erkennen und aus diesen lernen, es besser machen, sich aber auch an dem Geschaffenen und Vollbrachten gemeinsam erfreuen und darauf aufbauen – das sind Grundideale unserer Arbeit. Und auch wenn man zu den „Verlierern“ (Auswahl der strukturschwächsten Landkreise) gehört, kann man doch ein „Gewinner“ sein. Gewonnen hat der Landreis Görlitz durch das Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ bereits jetzt schon. Wir haben uns wieder einmal auf unsere eigenen Kräfte besonnen und damit durch uns und für uns ein Konzept erstellt, welches nicht nur auf zwei grundlegende Zukunftsfragen (Daseinsvorsorge/regionale Wertschöpfung) Antworten gibt, sondern auch die Weichen für unsere mittelfristige Arbeit stellt. Dass wir dabei den gemeinsamen Weg mit unseren Partnern (LEADER, ENO, Hochschule, VHS, IHK, KHS, TGG, SSG...) fortsetzen können, stärkt uns in unserer Ansicht, auf dem richtigen Weg zu sein. Und neue Stärke haben wir durch neue Partner gefunden, die wir während der Start- und Qualifizierungsphase kennenlernen durften. Manch ein Kontakt, manch eine Erfahrung und manche Erkenntnis hätte es ohne „Land(auf)Schwung“ nicht gegeben. Dies hat auch zu einem neuen Vertrauen aller Partner untereinander geführt, auf das man gut aufbauen kann. Miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam einen Weg beschreiten und diesen dann verlässlich miteinander zu gehen, das ist eine wieder neu gewonnene Qualität, eine neue Aufbruchstimmung, die es zu nutzen und zu befördern gilt. „EINFACH machen – einfach MACHEN“ – so können wir kreativ und gemeinsam etwas für uns unternehmen. Und das verbindet uns! Aus den Erfahrungen der vergangenen Projekte und Prozesse hat der Landkreis Görlitz zudem alle verfügbaren eigenen Potenziale so genutzt, dass wir selbst ein Konzept erstellt haben, das von Anfang an gemeinschaftlich getragen und gelebt wird. Und wir haben die ersten Mittel aus „Land(auf)Schwung“ nicht nur für „Papier und Sitzungen“ eingesetzt, sondern so, dass es bereits jetzt nachhaltige Ergebnisse gibt, die wir dauerhaft zur Erklärung dieser Themen (Erklärfilme) einsetzen können. Wir glauben, diese Herangehensweise ist ganz im Sinne eines Modellvorhabens. Dankeschön an alle unsere Partner, an die Menschen, die uns bis hierher begleitet haben. Wir sind auf dem Weg. Und – wir wollen ihn weitergehen. Das Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ würde dabei auch weiterhin den notwendigen neuen Schwung in viele Prozesse, Projekte und Ideen bringen. „Wir im Landkreis sind Unternehmer, nicht Unterlasser!“, so Roland Jäkel, Gemeinderat, engagierter Unternehmer und Vorsitzender des Unternehmerverbandes Niederschlesien e. V. zu unseren Aktivitäten rund um „Land(auf)Schwung“. Wir sind gut vorbereitet – wir sind bereit! 19

Strategie / Planung