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S(ch)ichtwechsel – 1 Jahr Taskforce

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... Die neue Zukunft liegt unter anderem in einer Verringerung der Emissionen bei der Förderung und Umwandlung fossiler Brennstoffe, im Umstieg auf CO2- ärmere Brennstoffe und in der Dekarbonisierung der Energieversorgung. In der Lausitz als Smart-Specialization-Region wird sich mitentscheiden, ob die Klimawende mit wirtschaftlich nachhaltigem Wachstum einhergehen kann. Ziel des Kohleausstiegs ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % und bis 2050 um 80 - 95%. Für die Lausitz hat dies den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 zur Folge und damit einhergehend den Wegfall von 8.000 Arbeitsplätzen bei der LEAG sowie weiteren 16.000 Arbeitsplätzen von Dienstleistern und Zulieferern.

Inhalt1. Unser Ziel /

Inhalt1. Unser Ziel / Leitbild ........................................................................................................... 32. Das Team ......................................................................................................................... 5Kommunalteam ................................................................................................................. 5Innovationsteam ................................................................................................................ 7Assistenzteam ................................................................................................................. 10Zusammenarbeit mit der Grantiro Initiative GmbH ........................................................... 113. Erste Ergebnisse im Strukturwandelprozess................................................................... 12Auszug: Erfolgsprojekte nach dem Investitionskohlegesetz ............................................. 13Der Grantiro Prozess ....................................................................................................... 144. Neuaufstellung Taskforce: Startphase strategische Projektentwicklung.......................... 15Neue strategische Themencluster und Landkreiskarte .................................................... 16Portfolio-Erweiterung Innovationsteam – Workshops für Vereine, Kommunen, Schulen .. 17Auswahl unserer Projekte und Projektideen .................................................................... 185. Bisherige Öffentlichkeitsarbeit ........................................................................................ 216. Nächste Schritte und Ausblick ........................................................................................ 23Im folgenden Bericht wird das generische Maskulinum verwendet. Ungeachtet dessen möchten wir hervorheben,dass immer Männer und Frauen, Inter- und Trans*Personen gemeint sind sowie auch jene, die sich keinemGeschlecht zuordnen wollen oder können.2

1. Unser Ziel / LeitbildDer Ausstieg aus der Kohleverstromung ist angesichts der internationalen Vereinbarungenund der nationalen Klimaschutzziele dringend erforderlich. Gleichzeitig darf dadurch nicht dieErreichung des Ziels gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland gefährdet werden.Beide Ziele sind nur erreichbar, wenn die Transformation der Kohleregionen ökonomisch,ökologisch und unter Berücksichtigung des demografischen Wandels sozial nachhaltigverläuft. Darüber hinaus ist es für den globalen Klimaschutz wichtig, zu zeigen, dass derAusstieg aus der Kohleförderung für eine Region nicht zum Abstiegsrisiko wird, sondern eineChance für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand bedeuten kann. Nichtsdestotrotz sinddie deutschen Schlüsselindustrien immer noch gebunden an der vom Kohle- und Gasgeschäftabhängigen Energiesparte. Die neue Zukunft liegt unter anderem in einer Verringerung derEmissionen bei der Förderung und Umwandlung fossiler Brennstoffe, im Umstieg auf CO2-ärmere Brennstoffe und in der Dekarbonisierung der Energieversorgung. In der Lausitz alsSmart-Specialization-Region wird sich mitentscheiden, ob die Klimawende mit wirtschaftlichnachhaltigem Wachstum einhergehen kann.Ziel des Kohleausstiegs ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 ummindestens 55 % und bis 2050 um 80 - 95%. Für die Lausitz hat dies den Ausstieg aus derKohleverstromung bis 2038 zur Folge und damit einhergehend den Wegfall von8.000 Arbeitsplätzen bei der LEAG sowie weiteren 16.000 Arbeitsplätzen von Dienstleisternund Zulieferern.Die Prozesse des Strukturwandels laufen im Landkreis Görlitz im Dezernat III derLandkreisverwaltung zusammen. Die Verwaltung ist neben der strategischen Ausrichtung fürinvestive Vorhaben nach der Landesrichtlinie InvKG verantwortlich für die Entgegennahmeder Projektvorschläge und deren inhaltlich-fachlichen Prüfung, die Plausibilitätsprüfungen derProjektanträge und die abschließenden Stellungnahmen zur Notwendigkeit der erforderlichenöffentlich-rechtlichen Genehmigungen. Zudem erfolgt die Gesamtsteuerung im Hinblick aufdie Landkreisstrategie, das Leitbild des Lausitzer Reviers und das Handlungsprogramm desFreistaates Sachsen auch im Kontext andere Förderprogramme durch die Verwaltung.Ebenso verantwortet der Landkreis eigene Projekte oder ist ggf. an einzelnen Vorhaben direktbeteiligt.Der Landkreis Görlitz verfügt über engagierte Menschen, Know-how, Schlüsselkompetenzen(Maschinen- u. Anlagenbau, Energietechnik, Kunststoffe und Leichtbau) und Innovationsträger(z. B. FhG 1 , DLR 2 , HHL 3 , HSZG 4 , Siemens Innovationscampus). Gleichzeitig ist dieganze Region durch den Braunkohleausstieg mit einem neuerlichen Transformationsprozesskonfrontiert. Dieser Strukturwandel ist die größte Herausforderung, der sich die betroffenenLandkreise der Lausitz in den kommenden Jahren stellen müssen. Mit dem Prozess ist dieChance verbunden, eine wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand zu ermöglichen undgleichzeitig eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig Wirtschaftsstruktur zuschaffen. Kreative Köpfe in den Kommunen, Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungensetzen sich zunehmend mit Ideen und Konzepten auseinander. Bislang passiertdas jedoch unkoordiniert und wenig abgestimmt mit anderen potenziellen Partnern. Dazukommt eine unübersichtliche Struktur möglicher FörderprogrammeDurch diese Situation besteht die Gefahr, dass gute Ideen verlorengehen und positiveEntwicklungsansätze nicht umgesetzt werden können. Es bedarf einer strukturellen Lösung,um im Rahmen des Strukturwandels Projekte und Maßnahmen koordiniert auf den Weg zu1 Fraunhofer-Gesellschaft2 Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt3 Handelshochschule Leipzig4 Hochschule Zittau/Görlitz3

Strategie / Planung